Jede dritte Frau wurde bereits geschlagen, zu sexuellem Kontakt gezwungen, vergewaltigt oder in anderer Form misshandelt. Darauf macht am 14. Februar die weltweite Aktion One Billion Rising aufmerksam. Mit der Teilnahme an der Kampagne zeigt sich Herten auch in diesem Jahr solidarisch gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Ein gemeinsamer Flashmob wie in den letzten Jahren ist aktuell nicht erlaubt. Als Alternative hat eine lokale Projektgruppe ein kreatives Video produziert.

Seit sechs Jahren tanzen Hertenerinnen und Hertener am 14. Februar zu dem Lied „Break the chain“ und setzen zu One Billion Rising ein Zeichen. „In diesem Jahr macht uns Corona einen Strich durch die Rechnung, öffentliches Tanzen mit einer Gruppe ist leider undenkbar“, erklärt Gleichstellungsbeauftragte Alexandra Mielke. Zum Aktionstag gab es in den vergangenen Jahren immer einen Flashmob auf dem Otto-Wels-Platz in der Innenstadt.

Deshalb tanzen Hertener Aktive in diesem Jahr mit Abstand und digital – ein Video unter www.herten.de/gleichstellung zeigt ab Sonntag, 14. Februar, das Ergebnis. „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, mit der Aktion in Herten sichtbar zu sein und auf das Thema aufmerksam zu machen“, betont Alexandra Mielke. „Deshalb bin ich dankbar, dass die engagierten Menschen der Projektgruppe und der Willy-Brandt-Schule diesen tollen Film produziert haben, den man sich ganz unabhängig von Zeit und Ort anschauen kann.“

Das Video entstand mit der Unterstützung der Tanzgruppe der Willy-Brandt-Realschule und Mitgliedern der Projektgruppe „One Billion Rising Herten“. Mit dabei sind: Caritasverband Herten, Diakonisches Werk im Kirchenkreis Recklinghausen, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Herten, Haus der Kulturen Herten, Jugendzentrum Nord, Katja Pietsch, Patricia Kosinski, Schirmherrin Jutta Haug, Stadt Herten Gleichstellung sowie der erzieherische Kinder- und Jugendschutz.    

Interessierte finden weitere Informationen unter www.onebillionrising.de.

Hintergrund

One Billion Rising (OBR) (englisch für Eine Milliarde erhebt sich) ist eine weltweite Kampagne für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen und für Gleichstellung. Sie wurde im September 2012 von der New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler initiiert. Die eine „Milliarde“ deutet auf eine UN-Statistik hin, nach der eine von drei Frauen in ihrem Leben entweder vergewaltigt oder Opfer einer schweren Körperverletzung werden.

Hilfetelefon

Betroffene sollen wissen, dass sie auf ihrem Weg aus der Gewalt nicht alleine sind. Das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen” berät rund um die Uhr zu allen Formen von Gewalt gegen Frauen. Unter 08000 116 016 und per Online-Beratung auf www.hilfetelefon.de berät das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ anonym und kostenfrei.

Text: Pressestelle der Stadt Herten